Draußen wird es früh dunkel, drinnen machen wir es uns gemütlich, die perfekte Zeit, um ein bisschen Weihnachtszauber ins Haus zu holen. Eine wundervolle Idee dafür ist die Wichtellaterne: eine selbstgebastelte Laterne, die im Dunkeln leuchtet und dem kleinen Weihnachtswichtel signalisiert, dass er bei euch willkommen ist. Klingt magisch? Ist es auch!
Falls du dich aber schon beim Gedanken an den Wichtel leicht gestresst fühlst („Oh nein, noch ein To-do im Dezember?!“), lies unbedingt meinen Artikel „Weihnachtswichtel: Zauber oder zusätzliche Last?“. Darin beleuchte ich die Tradition des Weihnachtswichtels kritisch und habe ein paar kindgerechte Erklärungen warum kein Wichtel einzieht. Ich erzähle dir unsere persönliche Wichtelgeschichte und warum ich keinen Wichtel wollte und wie wir es trotzdem geschafft haben, die Magie ohne Stress zu genießen. Schau auch gerne mein Wichtel-Bundle an und den vorgefertigten Wichtel-Ablaufplan.
In diesem Beitrag geht’s dagegen ganz um das Schöne, Kreative und Machbare: die Wichtellaterne. Ich zeige dir einfache Bastelideen (auch mit Kindern machbar ), kreative Design-Inspirationen von nordisch bis upcycling, Tipps für gestresste Eltern und Antworten auf häufige Fragen. Mach es dir gemütlich, schnapp dir eine Tasse Tee und los geht’s mit dem Wichtelzauber!
Was ist eine Wichtellaterne und warum bastelt man sie überhaupt?
Vielleicht hast du schon von der Wichteltradition gehört: In der Adventszeit zieht ein kleiner Wichtel (auch Weihnachtswichtel genannt) bei vielen Familien ein. Dieser Brauch stammt ursprünglich aus Skandinavien.Dort kennt man die Wichtel als Nisse (Dänemark/Norwegen) oder Tomte (Schweden).
Die fleißigen kleinen Helfer leben hinter einer geheimen Wichteltür an der Wand und kommen nachts hervor, um Streiche zu spielen, bei Weihnachtsvorbereitungen zu helfen oder den Kindern kleine Briefe und Geschenke zu hinterlassen. Wichtig: Die Wichtel verlieren laut Legende ihre Zauberkraft, wenn Menschen sie direkt sehen, deshalb werkeln sie heimlich in der Nacht.
Für Kinder ist das eine riesige Freude: Jeden Morgen nachzuschauen, was der Wichtel diesmal angestellt hat. Pure Magie!
Aber woher soll der Wichtel eigentlich wissen, in welches Haus er kommen darf?
Hier kommt die Wichtellaterne ins Spiel!
Wenn die Laterne leuchtet, weiß der Wichtel: Hier bin ich willkommen.
Sie ist quasi das Einzugszeichen. Viele Familien stellen sie am 30. November abends auf und am nächsten Morgen ist der Wichtel da. Andere entzünden sie zum 1. Advent oder Nikolaus. Ganz wie’s in euren Familienalltag passt.
Manche nennen sie auch Wichtelrufer, weil sie den Wichtel mit ihrem Licht herbeirufen.
Ein bisschen so, als würde man sagen: „Hey kleiner Freund, wir sind bereit für dich!“
DIY Wichtellaterne basteln – 3 einfache Varianten
Keine Sorge, du brauchst dafür keine Bastelwerkstatt oder Engelsgeduld. Ich zeige dir drei Varianten, die sich in Aufwand und Schwierigkeitsgrad unterscheiden. Alle sind kinderfreundlich, günstig und sehen trotzdem richtig hübsch aus.
Variante 1: Die einfache Papier-Laterne (ideal mit kleinen Kindern)
Diese Version ist schnell, günstig und perfekt für den Bastelnachmittag mit Kindergartenkindern.
Du brauchst:
- eine Wichtel-Silhouetten-Vorlage (Freebie weiter unten!)
- weißes oder Transparentpapier*
- Speiseöl, Schere, Kleber/Tacker
- LED-Teelicht*
- Buntstifte, Wasserfarben oder Glitzer
So geht’s:
- Wichtel ausschneiden: Drucke die Vorlage aus und schneide den Wichtel aus.
- Transparentpapier gestalten: Lass dein Kind das Papier bunt bemalen oder mit Glitzer beklecksen.
- Wichtelmotiv aufkleben: Schneide den Umriss auf dunklem Karton aus und klebe ihn auf das bemalte Papier.
- Leucht-Trick: Rückseite dünn mit Öl einstreichen – so wird’s wunderbar durchscheinend.
- Laterne formen: Zu einer Rolle zusammenkleben oder tackern.
- LED-Licht rein – fertig!
💡 Mama-Tipp: Die Kinder sind superstolz, wenn ihre Laterne abends draußen steht. Für sie ist das fast so aufregend wie der erste Advent.

Variante 2: Klassische Laterne mit Wichtel-Scherenschnitt
Etwas aufwändiger, aber wunderschön – und jedes Jahr wiederverwendbar.
Du brauchst:
- kleine Metall*– oder Holzlaterne*
- Transparentpapier
- Wichtel-Vorlage
- LED-Teelicht*
- Farbe oder Spraylack, Kleber, evtl. Deko
Schritt-für-Schritt:
- Laterne vorbereiten: Holz- oder Metalllaterne weiß oder natur belassen, evtl. mit Acrylspray besprühen für nordischen Look.
- Wichtelmotiv zuschneiden: Auf Transparentpapier drucken und ausschneiden.
- Motiv hinter Glas kleben: Von innen auf die Scheiben – am besten warmweißes Licht verwenden.
- Zusammenbauen & dekorieren: Sterne, kleine Zapfen oder Jutekordel – alles erlaubt!
- Anzünden & rausstellen: Der Wichtel sieht’s garantiert.
✨ Kleiner WTF-Fakt: In Skandinavien stellten Familien früher tatsächlich Haferbrei für die Wichtel raus, heute reicht Licht. (Weniger klebrig, mehr hygge!)

Variante 3: Upcycling-Wichtellaterne aus Altglas
Du hast ein leeres Marmeladenglas im Schrank? Dann hast du schon fast eine Laterne!
Du brauchst:
- altes Glas (Marmelade, Gurken, Honig)
- Wichtel-Vorlage
- Transparentpapier
- LED-Licht oder Lichterkette
- Deko nach Geschmack
So geht’s:
- Etikett ab, Glas säubern.
- Wichtelmotiv einkleben – von innen oder außen, mit Transparentpapier hinterlegt.
- Licht rein, Band drum, fertig!
Super nachhaltig, supereinfach und perfekt für kleine Hände.

Ideen für den Look: nordisch, verspielt oder modern
💛 Skandinavisch-natürlich: Weiß, Holz, Juteband, kleine Tannenzweige – minimalistisch und hyggelig.
💜 Verspielt & kinderbunt: Sterne, Glitzer, Schneeflocken, Fingerabdrücke – jedes Kind malt sich seine eigene Wichtelwelt.
🩶 Modern & minimalistisch: Klare Linien, ein einzelner schwarzer Wichtel-Schatten auf milchigem Papier – schlicht und stilvoll.
🌱 Upcycling & Vintage: Alte Gläser, Deckchen, Stoffreste, Lichterketten – nachhaltig schön.
Egal welcher Stil: Der Wichtel wird sich garantiert angesprochen fühlen.
Freebie: Wichtel-Silhouette zum Ausdrucken
Damit du gleich loslegen kannst, gibt’s hier eine kostenlose Wichtel-Silhouette als Freebie zum Download. Einfach ausdrucken, ausschneiden und aufkleben. Fertig ist dein Wichtelmotiv.
Tipp: Druck sie gleich doppelt, dann kann jedes Kind seine eigene Laterne basteln, ohne Drama.
Q&A: Häufige Fragen zur Wichtellaterne
Wann bastelt man die Wichtellaterne am besten?
Meist kurz vor dem Einzug des Wichtels, also Ende November, zum 1. Advent oder zu Nikolaus
Wie lange bleibt sie stehen?
Bis Weihnachten oder solange der Wichtel „wohnt“. Manche lassen sie sogar über Silvester brennen (LED natürlich!).
Kann man sie draußen stehen lassen?
Ja, am besten windgeschützt, z. B. auf der Fensterbank oder Terrasse. Papierlaternen lieber drinnen ans Fenster stellen.
Muss sie immer abends leuchten?
Nein, aber Kinder lieben es, sie nach Einbruch der Dunkelheit selbst „anzumachen“. Es wird dann schnell zum festen Abendritual.
Was, wenn ich gar keinen Wichtel will, aber mein Kind schon?
Dann lies wirklich „Weihnachtswichtel: Zauber oder zusätzliche Last?“
Fazit: Ein kleines Licht mit großer Wirkung
Die Wichtellaterne ist viel mehr als nur Deko. Sie ist ein Zeichen von Magie, Familie und gemeinsamer Vorfreude.
Sie verbindet Kinderfantasie mit einer einfachen, liebevollen Tradition. Und das Beste: Du brauchst keine 5 Bastelstunden, um diesen Zauber zu erschaffen.
Zünde euer Licht an, lass den Wichtel wissen, dass er willkommen ist und genieß den Moment, wenn dein Kind am nächsten Morgen mit leuchtenden Augen fragt:
„Mama, glaubst du, er hat’s gesehen?“
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