In der Adventszeit ziehen mittlerweile in vielen Familien kleine Weihnachtswichtel ein. Die Tradition kommt ursprünglich aus Skandinavien. Dort heißen die Wesen Julenisse und tauchen gern mit winzigen Türen im Kinderzimmer auf. Auch in Deutschland ist der Trend beliebt geworden: Ein kleiner Wichtel erhält ein Zuhause bei euch, bringt über Nacht lustige Streiche mit und hinterlässt kleine Überraschungen. Für viele Familien ist das ein magischer Spaß. Doch es gibt auch kritische Stimmen: Manche fragen, ob Adventskalender, Nikolausbesuch und Weihnachtsmarkt nicht schon ausreichend sind, um Kinder auf das Fest einzustimmen. Außerdem bedeutet jeder weitere Brauch zusätzlichen Planungsaufwand. Eine Belastung, die oft vor allem die Mütter trifft.
Wichtelzauber trifft Mental Load
Für Eltern kann das Wichtel-Spiel schnell zum Extra-Punkt auf der ohnehin vollen To-Do-Liste werden. Wie ein Elternblog pointiert formuliert: „Jemand in der Familie muss alles vorbereiten, ich sage nur ›Hallo Mentalload!‹ – die Geschichten erzählen, die Kulissen basteln, sich vorbereiten und einkaufen gehen… Das klingt nach einer Aufgabe für ›Vollzeit-Weihnachtsvorbereiterinnen‹, nur damit Peppi oder Pelle eine Tür im Wohnzimmer haben“(grossekoepfe.de). Mit anderen Worten: Hinter jeder scheinbar einfachen Wichtelaktion steckt oft viel versteckte Planung und damit mehr Stress. Ich wollte eigentlich diesen zusätzlichen Stress vermeiden, aber am Ende habe ich doch nachgegeben, weil mein Kind so unbedingt einen Wichtel haben wollte. Ich habe Wege gefunden, wie der Wichtel keine zu große zusätzliche Belastung wird. Aber klar: Es ist mehr Aufwand in der Weihnachtszeit. Das muss einem einfach bewusst sein.
Um den Advent für sich nicht zur Dauerbaustelle zu machen, raten Expert*innen dazu, die eigenen Ansprüche zu überprüfen und Prioritäten zu setzen. Eine Mental-Load-Beraterin schlägt etwa vor, sich bewusst zu fragen: „Ist es meinen Kindern wirklich wichtig, dass ein Wichtel jeden Tag kleine Briefe schreibt, oder denke ich nur, dass wir einen Wichtel brauchen, weil ich das auf Instagram gesehen habe?“(fraukesuhr.de). Solche Fragen können helfen, die vielen Erwartungen zu relativieren. Grundsätzlich gilt: Nicht jede Idee aus sozialen Medien muss umgesetzt werden. Entscheidend ist, was euch als Familie wichtig ist und was nicht.
Weniger Stress – einfache Wichtel-Ideen
Wenn ihr euch dennoch auf den Wichtel einlassen wollt, gibt es viele Tricks, um den Aufwand gering zu halten. Zum Beispiel können ganz einfache Wichtelstreiche ausreichen: Hinterlasst am Abend nur schnell ein paar winzige Spuren. Eingestaubte Klassiker aus dem Internet, die in wenigen Minuten vorbereitet sind, genügen oft: Manche Eltern kleben große Wackelaugen auf verschiedene Dinge oder malen über Nacht mit Lippenstift einen kleinen Gruß auf den Badezimmerspiegel. Solche Mini-Aktionen zaubern auch mit wenig Aufwand viel Freude. Ihr könnt fast „last minute“ improvisieren: Ein paar im Zimmer verteilte Filzstifte, ein ausgeschnittener Stern oder ein Zettelchen mit einem Wichtelwitz genügen manchmal anstatt tagelang aufwendige Kulissen zu basteln. In dem Beitrag: 24 magische super schnelle Wichtelstreiche und 24 magische Wichtelzauber ohne Stress, mit ganz viel Herz findet ihr schnelle und einfache Wichtelstreiche und Wichtelzauber.
- Aufgaben verteilen: Sprecht euch ab, wer was übernimmt. Plant zum Beispiel regelmäßige „Küchen-Meetings“ oder Familien-Runden ein, um zu besprechen, was in der Adventswoche ansteht. Anschließend könnt ihr komplette Aufgabenpakete übertragen (z.B. Papa kümmert sich um eine Bastelaktion, Mama bringt den Adventskalender für die Kita mit), statt viele Kleinigkeiten zu verteilen. Mental-Load-Expertinnen empfehlen, ganze Verantwortungsbereiche abzugeben, nur so verringert sich die zusätzliche Belastung wirklich (fraukesuhr.de).
- Einfach starten: Macht es euch leicht: Baut nur eine kleine Tür* auf oder nehmt druckt die Tür aus dem Wichtel-Bundle aus. Einfache Bastelvorlagen für die Wichtel-Laterne* gibt es als Freebie auf dem Blog. Letzteres ist eine beliebte Einladungsidee mit einer selbstgebastelten Laterne kann man dem Wichtel zeigen, dass er „willkommen“ ist. Kleine Basteleien wie diese können die Vorfreude der Kinder einbinden und euch Arbeit abnehmen, weil das Kind schon mitdenkt und hilft.
- Weniger ist okay: Beschränkt die Aktionen. Man muss nicht jeden Tag etwas Neues inszenieren. Viele Erklärungen im Netz (auch von Eltern-Communities) empfehlen, den Wichtel erst ab etwa Nikolaus „einziehen“ zu lassen, um mehrere Tage Aufwand zu sparen. Oder gleich nur an einigen ausgewählten Tagen tätig werden. Wenn es an einem Abend wirklich zu viel wird, kann man sich einfach darauf einigen, dass der Wichtel „krank ist“ oder kurz Verreist ist. In dem Beitrag: Wichtelpause einlegen: So baut ihr Erholungstage für euren Weihnachtswichtel ein sind die Wichtelpausen ausführlich mit passenden Wichtelbriefen beschrieben. Oft ist das Ok für Kindern und sie finden die Pause selbst spannend. Entscheidend ist: Der Wichtel soll Spaß machen, nicht zur Belastung werden. Hinterfragt also immer wieder, ob ihr das Ausmaß der Aktionen noch leisten möchtet.

Unsere Wichtel-Erfahrung
Unsere Geschichte als Beispiel: Anfangs wollte ich gar keinen Wichtel bei uns einziehen lassen. Als berufstätige Mama war ich schon durch Adventskalender, Nikolaus und Geschenkeplanung genug ausgelastet. Doch besonders eins meiner Kinder wollte auch unbedingt einen Wichtel haben. Ich habe viel versucht zu erklären: „Zu manchen kommt eben ein Wichtel und zu anderen nicht.“ „Ich weiß auch nicht was man tun muss, damit ein Wichtel bei einem einzieht.“ Eines Tages erklärte mir mein Kind freudestrahlend nach dem Kindergarten, es wisse nun, wie ein Wichtel zu uns kommt: „Man muss nur eine Wichtel-Laterne basteln und aufstellen!“ Das Thema war so wichtig, dass es mit Freundinnen besprochen wurde, bei denen schon ein Wichtel eingezogen war. Tatsächlich gibt es zu den Wichtellaternen sogar Anleitungen: Mit einer Laterne signalisiert man dem Wichtel, dass er willkommen ist. Weil die Kleine nicht locker ließ und es so sehr wollte, haben wir am gleichen Abend gebastelt (und ich hektisch eine Bestellung für ein Wichtelset* getätigt). Schon das gemeinsame Basteln mit ihr nahm mir etwas Arbeit ab und machte ihr eine Riesenfreude. Und mir auch. Von da an begleiteten uns einige einfache Wichtelstreiche durch den Advent (manchmal hatte ich sogar Spaß dabei!), und der Stress blieb überschaubar. Bei uns wiederholen sich die Streiche jährlich und es werden nur wirklich einfache schnelle Streiche gemacht. Mein Mann ist auch dabei und für die Wichtelbriefe verantwortlich. Diese Erfahrung zeigt: Wenn die Familie mitzieht, kann der Wichtel viel positiver wirken. Wenn ich merke, dass es für mich zu viel wird, sage ich in Ruhe „Stopp“ und lege Wichtelpausen ein. Ich habe ja auch selbst das Recht auf eine besinnliche Weihnachtszeit.
Was tun, wenn kein Wichtel kommt?
Manchmal steht man aber vor der Situation, dass das Kind einen Wichtel will, man selbst aber lieber darauf verzichten möchte. In diesem Fall kann Offenheit helfen. Erklärt den Kindern einfach, dass bei euch dieses Jahr kein Wichtel lebt, dafür aber andere Figuren kommen etwa der Nikolaus oder das Christkind. Diese Ehrlichkeit signalisiert: Es ist nicht schlimm, anders zu feiern.
Eltern raten zudem, kindgerechte, „magische“ Erklärungen zu finden. Ein Wichtel ist für Kinder etwas Zauberhaftes, oft ohne rationale Begründung. Man kann sich daher ausgedachte Gründe überlegen, warum er nicht in jedes Haus oder jedes Jahr kommt. Beispiele: „Unser Wichtel erledigt dieses Jahr eine wichtige Aufgabe beim Nordpol und kann erst später oder nächstes Jahr wieder zu uns kommen.“ Oder: „Nur Familien mit einer Wichtellaterne bekommen Besuch.“ Solche Fantasie-Gründe klingen plausibel für Kinder und schützen davor, als Eltern einfach „keine Lust gehabt“ gesagt zu haben. Manche Eltern koppeln den Wichtel auch an den Adventskalender, dann lebt der kleine Freund im Grunde in euren täglichen Überrschungen. Wichtig ist, dass ihr ausstrahlt: Es ist okay, den Trend auszulassen. Ihr könnt den Fokus stattdessen auf die Traditionen legen, die euch am Herzen liegen.
Auch in Diskussionen unter Müttern findet man Zustimmung zu dieser Haltung. Viele sagen: Mir reichen die bewährten Bräuche vollkommen. Für viele Familien sind Adventskalender, Nikolaus und Co. schon genug Weihnachtszauber und das ist völlig in Ordnung. Dein Kind braucht keinen Wichtel, um eine magische Weihnachtszeit zu haben.
So integrierst du den Wichtel ohne dich zu überfordern
Falls du dich für einen Wichtel entscheidest, hier ein paar Tipps, um mit Wichtel eine entspannte Adventszeit zu genießen:
Rollenverteilung & Hilfe zulassen
Ich weiß, ich weiß, wir Mamas neigen dazu, alles alleine stemmen zu wollen (oder zu müssen). Aber gerade bei solchen Spaß-Projekten darfst (und solltest) du Unterstützung annehmen. Ein Punkt auf der Checkliste eben: Binde deinen Partner mit ein. Vielleicht ist er anfangs skeptisch („Was, wir sollen nachts eine Tür bauen? Spinnst du?“). Erkläre ihm, wie sehr die Kids sich freuen werden und dass es dir wichtig ist. Die meisten Papas tauen auf, wenn sie sehen, dass es eigentlich Quatsch mit Soße ist. Und Quatsch machen doch alle gern mal. Gib ihm ruhig coole Aufgaben: z.B. „Schatz, kannst du heute Nacht die Mini-Fußspuren mit Mehl machen? Du bist da viel präziser als ich!“ Männer lieben sowas. Auch ältere Geschwister oder die Oma dürfen mitmischen, falls verfügbar. Delegieren heißt das Zauberwort. Es entlastet dich und macht die Sache gemeinschaftlicher. Du kannst auch einfach meinem Wichtelablaufplan folgen und zwischendrin Wichtelpausen einlegen, wenn es dir zu viel wird. Im Wichtel-Bundle gibt es alles zum ausdrucken und sofort download.
Und hey, falls keiner da ist zum Helfen: Vielleicht kannst du dich mit einer befreundeten Mama zusammentun? Ihr könntet im Wechsel die Wichtel bei euch vorbereiten. Heute du bei ihr, morgen sie bei dir. Wäre doch mal ’ne Aktion! Geteilte (Wichtel-)Freude ist doppelte Freude.
Expectations managen – der Wichtel muss nicht alles können
Zum Thema Perfektionismus noch ein wichtiger Gedanke: Erlaube dir, auch mal nein zu sagen und zwar zu dir selbst. Du siehst auf Instagram die krassesten Wichtel-Stories, jeden Tag ein neues fantasievolles Szenario? Toll für die, aber du bist nicht verpflichtet, da mitzuhalten. Dein Wichtel kann auch minimalistischer sein. Vielleicht spielt er nur einmal pro Woche einen Streich oder schreibt nur hin und wieder einen Brief, anstatt täglich das ganze Haus auf den Kopf zu stellen. Qualität vor Quantität! Deine Kinder erinnern sich später nicht daran, ob es 24 Wichtelaktionen gab oder nur 5 richtig süße. Wirklich. Sie erinnern sich an das Gefühl, dass da ein kleiner magischer Freund bei ihnen wohnte. Und dieses Gefühl erreichst du schon mit geringem Aufwand.
Wenn dir also nach Tag 3 die Puste ausgeht, dann lass den Wichtel einfach chillen. Er muss nicht jeden Tag etwas Neues tun. Du kannst z.B. sagen: Unser Wichtel ist eher der ruhige Typ, er beobachtet viel und genießt die Weihnachtsstimmung, aber ab und zu überrascht er uns. Zack, Druck rausgenommen. Du darfst das so gestalten, wie es für dich passt. Kein Mama-Burnout in der Adventszeit, bitte!
Mental Load Tracker nutzen
Apropos Mental Load – kleiner Exkurs in eigener Sache: Falls dich dieses Thema genauso umtreibt wie mich, habe ich vor einiger Zeit einen Mental Load Tracker entwickelt (so ’ne Art ausfüllbares Tool zum Sichtbarmachen all der Aufgaben im Familienalltag). Mir hat das total geholfen, den Kopf zu sortieren und fairer zu verteilen, was immer so anfällt. Du kannst dir meinen Mental Load Tracker gerne kostenlos herunterladen (findest du auf meiner Freebie-Seite). Vielleicht hilft er dir ja auch, nicht nur beim Wichtelprojekt, sondern allgemein über die Feiertage die Aufgaben besser aufzuteilen. Einfach mal reinschauen, wenn du magst. (Ich schwöre, das Ding hat mir echt die Augen geöffnet und meinen Partner auch direkt mit erzogen, hehe.)
So, genug der „Tipps aus der Trickkiste“. Zusammengefasst: Planung, Teamwork und Realismus, damit entzaubern wir den Stress, nicht die Wichtelmagie. Jetzt bist du bestens gewappnet, um die Wichteltradition ohne Überlastung in euer Familienleben zu integrieren. Sollte trotzdem mal was schiefgehen (wir sind alle nur Menschen): locker bleiben. Zur Not weißt du ja: Wichtel können auch mal verschwinden oder pausieren, und keiner nimmt’s dir übel.
Damit habe ich viel gequasselt. Zeit für konkrete Fragen, die dir bestimmt durch den Kopf gehen. Schauen wir uns ein paar häufige Mama-Fragen an, damit du mit absolut klarem Kopf in dieses Abenteuer starten kannst.
Q&A: Die häufigsten Fragen zum Wichtel
Frage: Ab welchem Alter macht ein Wichtel eigentlich Sinn für mein Kind?
Antwort: Erfahrungsgemäß checken Kinder ab etwa 3 Jahren, was es mit dem Wichtel auf sich hat und finden Gefallen daran. Mit 2 könnte es noch schwierig sein, da verstehen sie das Konzept „unsichtbarer Besucher“ meist nicht und könnten eher Angst oder Desinteresse haben. Ab 3 bis ca. 8 Jahre ist die magische Phase: Da glitzern die Augen und sie glauben fest ans Wichtelchen. Ältere Kinder (9, 10 Jahre) durchschauen vielleicht schon die „Eltern-Mache“, aber viele spielen trotzdem gern mit oder helfen den Jüngeren, die Illusion zu bewahren. Du kennst deine Kids am besten: Wenn dein 2,5-Jähriger schon total auf Fantasiegeschichten abfährt, probier’s ruhig. Und wenn dein 9-Jähriger skeptisch ist, binde ihn ein: „Hilf du dem Wichtel doch beim Streiche ausdenken für deine kleine Schwester.“ So hat jeder was davon.
Frage: Muss der Wichtel jetzt jeden Tag bis Weihnachten aktiv sein? Ich schaffe das niemals…
Antwort: Absolut nein, musst du nicht! Der Wichtel ist kein Adventskalender, den man zwangsläufig 24 Tage bespielen muss. Du kannst das Pensum selbst festlegen. Manche Familien machen tatsächlich täglich eine Mini-Action, andere lassen den Wichtel nur an den Adventssonntagen auftauchen, oder am Nikolaus mal, oder wie es halt passt. Vielleicht schreibt er einmal pro Woche einen Brief oder macht ab und an einen kleinen Schabernack (wenn du gerade Lust hast). Und wenn nicht, dann genießt ihr einfach die Anwesenheit der kleinen Tür. Alles kann, nichts muss! Dein Haus, deine Regeln. Und wenn dir jemand auf Insta einreden will, ein richtiger Wichtel müsse täglich Quatsch machen, lächeln und scrollen. Du machst das genau so, wie es für dich stimmig ist.
Frage: Was, wenn ich mal total verpenne oder vergesse, etwas vorzubereiten?
Antwort: Haha, willkommen im Club der menschlichen Mamas! Erstmal: Panik aus. Es gibt ein paar charmante Notlösungen, wenn der Wichtel eigentlich was tun sollte, aber nichts getan hat, weil Mama’s Gehirn im Standby war. Zum Beispiel: Der Wichtel wird krank. (Im Briefkasten liegt morgens ein Mini-Brief: „Oh nein, ich hab Wichtelschnupfen, mir war gestern gar nicht gut. Musste im Bett bleiben. Bis bald!“) zack, Verständnis und Vorfreude auf seine Rückkehr geweckt. Oder: Der Wichtel war auf geheimer Mission beim Weihnachtsmann. („Sorry, war kurzfristig im Nordpol-Büro, Bericht erstatten.“) Klingt lustig, glauben Kids aber gerne. Du kannst auch einfach behaupten, der Wichtel schläft mal aus. Stell ein winziges Kissen vor die Tür, vielleicht ein leises Schnarchgeräusch (Handy aufnehmen und abspielen?). Möglichkeiten ohne Ende. Wichtig: Mach dir keinen Kopf, deine Kinder kennen das Konzept ‚vergessen‘ gar nicht in dem Zusammenhang. Für sie ist die Wichtelwelt konsistent und wenn mal nix passiert, gibt’s eben einen Grund innerhalb dieser Welt. Notlügen im Dienst der Weihnachtsmagie sind offiziell erlaubt! Und nächstes Mal stell dir ruhig ’nen Handyalarm für „Wichtel machen“,hab ich mir auch angewöhnt. Hier habe ich ein Wichtel-Notfall-Körbchen für solche Situationen beschrieben
Frage: Mein Partner findet die Wichtel-Idee blöd und „unnötiger Stress“. Wie kriege ich ihn ins Boot?
Antwort: Ah, der klassische Fall von „Papa Grinch“. Spaß beiseite: Viele Papas (oder auch Mamas, je nachdem) sind anfangs skeptisch, weil sie befürchten, es bedeutet extra Arbeit. Hier hilft ein ruhiges Gespräch, erklär ihm, warum du das machen willst: Weil es den Kindern Freude macht, weil es eine schöne Familientradition sein kann, weil ein bisschen Fantasie in der Weihnachtszeit doch was Tolles ist. Schlag ihm eine klare Rollenverteilung vor: z.B. „Du hilfst mir bei 2 von den 3 Einzugs-Tagen, dann hält sich dein Aufwand in Grenzen.“ Vielleicht hat er auch Spaß an bestimmten Teilen. Technikaffine Papas finden es z.B. cool, mit Lichteffekten oder Geräuschen zu arbeiten (Stichwort: per App gesteuertes Flackern der Wichtellaterne, oh yeah!). Zeig ihm ruhig ein paar lustige Pinterest-Fails von anderen Wichtelaktionen, Humor verbindet. Und am Ende: Das Strahlen der Kids erweicht eigentlich jedes Vaterherz. Wenn er’s dann immer noch doof findet, mach dein Ding, aber lass ihn zumindest kleinere Aufgaben übernehmen (Müllerleine spannen o.ä.), damit er involviert ist. Manchmal brauchen Männer einfach das Gefühl, gebraucht zu werden, dann sind sie schon dabei.
Frage: Was, wenn mein Kind das Interesse verliert oder Angst bekommt?
Antwort: In seltenen Fällen kann es passieren, dass ein Kind den Wichtel unheimlich findet („Da ist wer Unsichtbares in meinem Haus!“) oder nach ein paar Tagen das Interesse flöten geht. Beobachte dein Kind: Wenn es tatsächlich Angst zeigt, nimm das ernst. Dann kannst du die Geschichte so umbiegen, dass der Wichtel „weitergezogen“ ist, weil er merkt, hier ist man noch nicht bereit. Das Wohl deines Kindes geht immer vor. Meist kann man Angst aber in Neugier verwandeln, indem man den Wichtel lieb und lustig darstellt (kein Grusel, kein Blödsinn der Angst macht). Desinteresse kommt eher vor, wenn ein Kind älter wird oder grundsätzlich nicht so der Fantasie-Typ ist. Ist auch ok! Zwing dein Kind nicht, sich täglich dafür zu begeistern. Manche finden’s am ersten Tag cool und dann egal, macht nichts. Du kannst den Wichtel dann eben still in seinem Türchen wohnen lassen oder das Ganze verkürzen. Vielleicht fängt dein Kind ein Jahr später Feuer, wer weiß. Und wenn nicht, dann war’s einen Versuch wert. Kein Drama. Mach dir bewusst: Du machst das für deine Kinder, nicht für Social Media oder andere Mütter. Wenn deine Kids es nicht feiern, dürft ihr das Ritual auch ganz legit wieder lassen. Es soll euch Freude bringen, nicht irgendeinem äußeren Erwartungsdruck entsprechen.
So, ich hoffe, ich konnte die brennendsten Fragen beantworten.
Fazit
Ob mit oder ohne Wichtel: Im Mittelpunkt sollte eine stressfreie, liebevolle Adventszeit stehen. Wenn ihr euch auf den Wichtel einlasst, dürft ihr dabei selbst entscheiden, wie viel Aufwand ihr betreibt. Weniger kann mehr sein: Eine spontane Wichtel-Idee hier, ein kleines Streichlein dort, genügt oft, um Kinderherzen höher schlagen zu lassen, ohne die Eltern zu überlasten. Setzt euch realistische Ziele, verteilt Aufgaben im Team und fragt euch immer wieder, was euch wirklich wichtig ist. Und falls ihr merkt, dass gerade alles zu viel wird, ist es absolut erlaubt, „nein“ zu sagen auch beim Wichtel. Denn Weihnachten soll auch für Mütter und Väter ein Fest der Besinnlichkeit sein, ohne dass sie am Ende völlig erschöpft sind.
Weitere Wichtel-Tipps auf EasyPrintLife:
- Wichtel-Bundle: Das Rundum Sorglos Paket mit Baustelle, Umzugskartons, Wichteltür, Wichtelbriefen und Ablaufplan. Perfekt ausgestattet für dein Wichtel-Abenteuer.
- Wichtellaterne basteln: Mit einer magischen Laterne den Weihnachtswichtel willkommen heißen : DIY-Idee für eine wunderschöne Laterne, die euren Wichtel vor der Tür willkommen heißt und für leuchtende Augen sorgt.
- Der Weihnachtswichtel zieht ein : Tipps & Tricks für den Einzug des Wichtels, vom der Baustelle bis zum Einzug. So gelingt der Start der Wichtelzeit.
- 24 magische super schnelle Wichtelstreiche : Blitzschnelle Streiche für jeden Tag, ideal für alle, die wenig Zeit haben (Stichwort: Notfall-Körbchen).
- 24 magische Wichtelzauber ohne Stress, mit ganz viel Herz : Liebevolle Ideen und kleine Zauber des Wichtels, die ohne große Vorbereitungen auskommen und dafür mit Herz punkten.
- Der stressfreie Wichtel-Ablaufplan für den Advent : Ein kompletter Plan mit 24 Tagen Wichtelspaß, damit eure Wichtelzeit planungssicher und entspannt abläuft.
- Wichtelpause einlegen: So baut ihr Erholungstage für euren Weihnachtswichtel ein : Wichtelpausen kreativ gestalten: Entdecke witzige Gründe, fertige Wichtelbriefe & ein DIY-Notfall-Körbchen
- Struktur im Alltag dank Planer: Sag dem Chaos und dem Mental Load den Kampf an.
*Diese Seite enthält Affiliate-Links für Produkte, die ich verwende und liebe. Wenn du auf einen Link klickst, verdiene ich möglicherweise etwas Kaffeegeld. Für dich bleibt der Preis gleich und du hast keinerlei Nachteil davon.

